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Studien

Wann ist Pfingsten zu halten?

In diesem Jahr hielten wir das Passah am Freitagabend und den ersten Tag der ungesäuerten Brote am Sonntag. Wenn diese Tage so "fallen", stellt sich manchmal die Frage, wie Pfingsten zu zählen ist.

In diesem Beitrag finden Sie die Sichtweise der United Church of God zu dieser Frage.

Paul Kieffer


Gedanken für den Tag – 11.08.2020

Unsere Hoffnung auf das Reich Gottes

In Samarien predigte Philippus den dortigen Menschen vom Reich Gottes: "Als sie aber den Predigten des Philippus von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi glaubten, ließen sich taufen Männer und Frauen" (Apostelgeschichte 8,12). Daran erkennen wir, dass der Glaube an das Reich Gottes eine Voraussetzung für die Taufe ist.

Wer getauft wird bzw. wurde, sollte wie die Menschen in Samarien Glauben und Hoffnung in die Verheißung des Reiches Gottes haben. Das Reich Gottes ist das ewige Königreich, das Jesus Christus bei seiner Rückkehr auf Erden aufrichten wird. Es wird alle anderen irdischen Regierungen ablösen (Daniel 2,44) und ewig andauern. Die Heiligen – die treuen Diener Gottes, zu denen wir gerechnet werden wollen – werden für immer in diesem Reich regieren (Daniel 7,18). Alle Opfer, die wir auf uns nehmen, werden im Vergleich zu der Größe und Herrlichkeit der Belohnung, die Gott für uns bereithält, verblassen (Römer 8,18).

Bei der Wiederkehr Jesu Christi werden wir das Reich Gottes durch die Auferstehung zum ewigen Leben ererben (1. Korinther 15,50-52). Unsere Zuversicht in dieses kommende Reich ist allein schon ein Ausdruck unseres Glaubens an Gott und seine Verheißungen.

Wir sehen das Reich Gottes zwar nicht, glauben aber an dessen zukünftige Wirklichkeit, weil Gott sagt, dass es Wirklichkeit werden wird. Um diese herrliche Zukunft zu ererben, müssen wir im Glauben leben.

Ein Leben des Glaubens wird zur Folge haben, dass wir unangenehme Situationen erleben. Wir können uns in Umständen wiederfinden, welche unsere gewohnte Lebensführung nicht mehr zulassen. Sogar unsere persönliche Sicherheit kann gefährdet werden. In solchen Zeiten müssen wir unseren Blick auf das Reich Gottes gerichtet halten. Denn "der Glaube [ist] eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht" (Hebräer 11,1).

Gott verheißt eine bessere Belohnung (Hebräer 11,40) für all jene, die ihr Leben der Suche nach dem Reich Gottes verschreiben (Matthäus 6,33). Obwohl dieses Leben seine angenehmen Phasen haben kann, stellte Paulus diese Annehmlichkeiten in die richtige Perspektive: "Ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn" (Philipper 3,8).

Gott verspricht uns die Auferstehung zum ewigen Leben. In der Zwischenzeit wird er uns trösten, wenn wir schmerzliche Opfer bringen müssen, weil wir ihm dienen (2. Korinther 1,3-5). Es hilft uns, lebendigen Glauben zu entwickeln, wenn wir eine klare Vision von der glorreichen Zukunft behalten und uns an Gottes Verheißung des Trostes erinnern. Gott verspricht nämlich, diejenigen zu belohnen, die ihm im Glauben dienen (Hebräer 11,6).

Die Berufung zur Erkenntnis über das Reich Gottes und zum Glauben an diese herrliche Zukunft ist von unschätzbarem Wert. Es ist eine klare Lehre der Heiligen Schrift, dass nicht jeder in diesem Zeitalter dazu berufen ist, diese Erkenntnis zu erhalten (Lukas 8,10). Seien wir Gott dankbar, dass er sie uns offenbart hat!

Paul Kieffer



Gedanken für den Tag – 05.08.2020

Schritt für Schritt kommt man ans Ziel

Viele von uns standen einmal vor einer schwierigen Situation und haben sich angesichts der Schwierigkeiten, die so oft zum Leben gehören, den einfachen aber tiefsinnigen Satz gesagt: "Schritt für Schritt kommt man ans Ziel."

Dieser Satz enthält eine gute Botschaft, eine starkes Konzept, eine wichtige Ermutigung!

Das bevorstehende Laubhüttenfest drückt symbolisch unsere Sehnsucht nach dem Reich Gottes auf Erden aus. Wenn wir jedoch Schwierigkeiten erleben, schauen wir auch dann auf den "Berg des Herrn", oder schauen wir auf die Schwierigkeiten, die bis dahin zu bewältigen sind?

Vielleicht hilft uns das Verständnis, welches Elia von Gott erhalten hatte. Die wahre Stärke lag nicht in einem Erdbeben, Wind oder Feuer, sondern in einer "ruhigen, kleinen Stimme", die ihn persönlich herausforderte: "Was tust du hier?" Elia hatte die Hoffnung verloren, war in eine Höhle gekrochen und redete ständig vor sich hin, was er getan hatte, statt sich darauf zu konzentrieren, was Gott noch mit ihm vorhatte (1. Könige 19,11-15).

In problematischen Zeiten können wir uns die Frage stellen: "Was tue ich hier?" Worum geht es wirklich? Gott arbeitet mit uns sozusagen von innen heraus, nicht von außen nach innen. Ein Ziel, ein richtiges Ziel – das Ziel des Reiches Gottes – wird uns Wurzeln sowie Flügel geben. Wurzeln, um uns in schwierigen Zeiten zu festigen; Flügel, um uns zu neuen Horizonten zu tragen. Das Ziel muss aber zu einem Teil unseres Lebens werden bzw. geworden sein. Die Geschichte vom Reich Gottes muss größer als unsere eigene Geschichte sein und tief in uns wohnen.

Wir sollen uns darüber im Klaren sein, wer wir sind — die von Gott Berufenen! Wir sollen uns darüber im Klaren sein, welches Lebensziel wir haben — den Eingang in das Reich Gottes —, und diesem Ziel sollen wir konsequent nachgehen, ganz gleich was auf uns zukommt.

Ja, Schritt für Schritt kommen wir ans Ziel. Unsere Sehnsucht nach dem Reich Gottes drückt sich nicht nur durch das Laubhüttenfest aus, sondern auch durch einen anderen kurzen Satz, der Teil unseres täglichen Gebets sein soll: "Dein Reich komme!"

Paul Kieffer



Gedanken für den Tag – 15.07.2020

Perspektivlos wegen Müdigkeit?

Wenn wir müde sind, befindet sich unser Körper und Geist häufig in einem Zustand, dass wir uns kaum noch daran erinnern können, was unser Herz beflügelt. Wie wäre es als Gegenmittel, ein einfaches, zweiteiliges "Dankbarkeitstagebuch" zu führen? Das Tagebuch kann man in zwei Teile einteilen, Teil A und Teil B.

Teil A konzentriert sich darauf, sich jeden Tag die Zeit zu nehmen, um selbst den scheinbar einfachsten Segen, der von oben kommt, zu identifizieren, und ihn in einem Satz niederzuschreiben, der mit "Heute bin ich dankbar für . . ." beginnt.

Trotz der körperlichen Herausforderung, sowohl blind als auch taub zu sein, hat Helen Keller das Prinzip hier offensichtlich verstanden, indem sie es so formulierte: "Ich danke Gott für meine Behinderungen, denn durch sie habe ich zu mir selbst, zu meiner Arbeit und zu meinem Gott gefunden."

Psalm 118, Vers 1 sagt: "Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich." Diese Aussage König Davids wird in den Psalmen mehrfach wiederholt. Dieses konzentrierte Dankbarkeitsprinzip muss also auch bei ihm gut funktioniert haben.

Teil B im Tagebuch kann diesen Titel haben: "Notizen zur Schöpfung". Hier geht es vor allem darum, sich Zeit zu nehmen, um darüber zu meditieren und sich auf das einzustimmen, was wir um uns herum sehen — um gezielt Elemente von Gottes Schöpfung zu identifizieren, die wir so oft als selbstverständlich ansehen, und ihn dafür zu loben.

Teil A ist eine Übung für Dankbarkeit, und man wird schnell lernen, dass Dankbarkeit ein starkes Heilmittel für Müdigkeit ist. Teil B füllt unseren Verstand mit Ehrfurcht vor unserem großen Gott, der seine Schöpfung so geplant hat, dass sie sowohl atemberaubende Schönheit als auch erstaunliche Details enthält, einschließlich unseres menschlichen Körperbaus.

Die Konzentration auf Gottes Schöpfung und den Schöpfer kann sogar unsere Perspektive über uns selbst verändern. Ist es nicht interessant, dass Gott in Hiob, Kapitel 37-39 ganze 95 Verse damit verbringt, Hiob in der Zeit seines tiefsten Leidens über seine Schöpfung zu unterrichten?

Es ist auch offensichtlich, dass dieses Werkzeug von König David benutzt wurde, einem Mann, der Verlust, Ängste, Einsamkeit, Familienprobleme und Beziehungsprobleme erlitt. Psalm 104 ist ein schönes Beispiel dafür und eine inspirierende Passage, die immer wieder gelesen werden sollte. David schrieb viele Psalmen, in denen er über Gott und seine Schöpfung meditierte, sie lobte und anerkannte, oft während oder nach seinen schwierigsten Prüfungen. "Pracht und Glanz deiner Hoheit und die Kunde deiner Wunder will ich bedenken" (Psalm 145,5; Zürcher Bibel).

Was halten Sie von dem Vorschlag, ein solches Tagebuch zu führen?

Paul Kieffer



Gedanken für den Tag – 08.07.2020

Der Versöhnungsprozess

Jeder macht Fehler. Jeder liegt mal daneben. Das gehört zum Menschsein. Wenn wir einen bedeutenden Fehler in unserem Verhalten feststellen, brauchen wir die Vergebung anderer Menschen. Dies trifft besonders in der christlichen Gemeinschaft zu. Vergebung zu suchen und zu erhalten ist eine Realität des christlichen Lebens. Wenn andere uns um Vergebung bitten, sind wir verpflichtet, ihrer Bitte nachzukommen.

Wie sieht es jedoch aus, wenn wir der Bittende sind? Welche Verantwortung haben wir, um die Vergebung der anderen zu erleichtern? Sollen wir etwas tun?

Versöhnung ist ein Prozess, an dem beide Parteien beteiligt sind. Im Laufe der Jahre scheinen wir unsere Aufmerksamkeit hauptsächlich nur auf eine der beiden Parteien konzentriert zu haben.

Wenn unser Verhalten einer zwischenmenschlichen Beziehung geschadet hat, sollen wir als Christen an der Behebung des Schadens arbeiten wollen. Dabei geht es darum, die Beständigkeit der zur Vermeidung von zukünftigen Fehlern notwendigen Veränderung zu demonstrieren. Diejenigen, die wir mit unserem falschen Verhalten verletzt haben, brauchen die Vergewisserung, dass wir sie nicht wieder verletzen werden. Das schaffen wir nur, wenn wir über längere Zeit gute Früchte bringen und damit zeigen, dass wir unsere Lektion gelernt haben und dass eine nachhaltige Veränderung in unserer Lebensführung eingetreten ist.

Wenn wir andere Menschen verletzt haben, wird es Zeit brauchen, bevor sie uns wieder vertrauen können. Das dürfen wir nicht vergessen. Wahrscheinlich wollen sie uns vertrauen, aber Zeit ist für das Heilen der Wunde notwendig, damit die Versöhnung ihren Lauf nehmen kann. Nochmals: Versöhnung ist ein Prozess, den man nicht im Schnellverfahren oder durch Drücken einer schnellen Vorlauftaste beschleunigen kann.

Vergebung soll ein Wahrzeichen der Kirche Gottes sein. Wir alle brauchen die Vergebung unseres himmlischen Vaters. Außerdem kann es durch eigene Fehler vorkommen, dass wir die Vergebung anderer Christen brauchen. Bedenken wir dabei, dass Vergebung "geschenkt" wird. Nur dann ist der Prozess der Versöhnung abgeschlossen.

Paul Kieffer



Gedanken für den Tag – 01.07.2020

Sprüche für Sorgenkinder

Im Vorfeld der Angriffe auf ihre Städte während des Zweiten Weltkriegs hat die britische Regierung drei Plakate mit Botschaften herausgegeben und ausgestellt, um die Moral der Zivilbevölkerung zu stärken und sie mental vorzubereiten. Eines davon, "Ruhe bewahren und weitermachen" ["Keep calm and carry on"], ist im Laufe der Jahre zu einem beliebten Spruch geworden, weil seine Botschaft weit über die ursprüngliche Absicht hinaus anwendbar ist. Wer erlebt denn nie eine Situation oder Lebenslage, die ihm Kummer bereitet?

In ähnlicher Weise hat eine Zeile aus der Antrittsrede von Präsident Franklin Roosevelt 1933 an eine Nation, die in der wirtschaftlichen Angst vor der Großen Depression gelähmt war, ihre ursprüngliche Bedeutung behalten: "Das einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Angst selbst." Roosevelts Spruch hat gemeinhin mit Angst, Sorgen und Kummer zu tun.

Was meinen Sie, beinhalten diese Sprüche ein Fünkchen Wahrheit?

"Ein in Angst gelebtes Leben ist ein halb gelebtes Leben", erklärt ein Schauspieler in dem australischen Film "Strictly Ballroom" von 1992.

Steven Spielbergs "Bridge of Spies — Der Unterhändler" wiederholt Variationen dieses klugen Austauschs zwischen den Hauptdarstellern: "Machst du dir keine Sorgen?" Und die Entgegnung: "Würde das helfen?"

Und ergänzend zum Zitat aus dem Spielberg-Film: "Die Angst ist wie ein Schaukelstuhl: Sie gibt dir etwas zu tun, bringt dich aber nie weiter", meinte die amerikanische Humoristin Erma Bombeck.

Eine wissenschaftliche Perspektive haben wir von der Physikerin Marie Curie: "Nichts im Leben ist zu fürchten, es ist nur zu verstehen. Jetzt ist es an der Zeit, mehr zu verstehen, damit wir weniger Angst haben."

Und die Haushaltshilfe in einer amerikanische Fernsehserie aus den 1970er Jahren hatte wohl recht, als sie meinte: ""Es könnte immer alles besser sein, aber es könnte auch immer alles schlechter sein."

Bei diesen Sprüchen kann man schmunzeln oder nickend zustimmen. Ein noch wichtiger Spruch für uns als all diese ist jedoch um fast 2000 Jahre älter:

"Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus" (Philipper 4,6-7).

Paul Kieffer


Gedanken für den Tag – 29.06.2020

In welche Richtung steuern unsere Gedanken

Wie würden wir reagieren, wenn andere Menschen unsere Gedanken lesen könnten? Zum Glück ist das nicht möglich, sonst wären wir vielleicht den Tränen nahe! Vor Gott können wir unsere Gedanken jedoch nicht verbergen, ob wir uns nun an ihn wenden oder nicht: "Denn der Herr erforscht alle Herzen und weiß um jeden geheimen Gedanken" (1. Chronik 28,9, Menge-Bibel).

Unsere Gedanken spiegeln das wider, wie wir als Menschen wirklich sind. Jesus bestätigte dies, als er zum gleichen Problem Stellung nahm, dass aus dem Herzen arge Gedanken kommen (Matthäus 15,19).

Vor unserer Berufung waren wir alle fleischlich eingestellt: "Denn die da fleischlich sind [das ist jeder, der nicht bekehrt ist], die sind fleischlich gesinnt" (Römer 8,5). In seinem Brief an die Philipper nennt der Apostel Paulus diejenigen, die fleischlich sind, "irdisch gesinnt" (Philipper 3,19).

Wir werden zwar auf einmal bei der Taufe, dem anschließenden Auflegen der Hände und dem Empfang des heiligen Geistes sozusagen augenblicklich bekehrt, aber die Bekehrung ist auch ein Prozess. Sie ist ein Vorgang, der bis zum Ende unseres Lebens andauert und bei dem sich unser Herz und unser Verstand ändern. Dieser Prozess hat zur Folge, dass eine Änderung unserer Gedanken eintritt, die unseren Verstand füllen. So werden wir mit der Zeit Jesus Christus immer ähnlicher.

Durch den Propheten Jesaja stellt Gott die Gedanken des Sünders seinen Gedanken gegenüber: "Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter von seinen Gedanken und bekehre sich zum Herrn ... Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege ... sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken" (Jesaja 55,7-9).

Da wir als Berufene jedoch nach und nach immer "bekehrter" bzw. Gott ähnlicher werden, denken wir mehr darüber nach – wir meditieren –, was Gott gefällt. Mit der Zeit denken wir weniger "fleischlich". Wir verabschieden uns immer mehr von unserem früheren Denken und füllen unser Herz mit göttlichen Gedanken.

Nun zur Bestandsaufnahme: Nehmen wir an uns wahr, dass dieser Prozess stattfindet? :-)

Paul Kieffer


Gedanken für den Tag – 24.06.2020

Gottes Allgegenwart

Seit Beginn der Geschichte hat der Mensch die Schönheit, die Ordnung und die systematische Planung bestaunt, die die gesamte Schöpfung aufweist, vom kleinsten Atom bis zur größten Galaxie. Die speziellen Fähigkeiten und Charakteristiken der Lebewesen versetzen uns immer wieder in Erstaunen.

Angefangen mit der bemerkenswerten Metamorphose eines Schmetterlings bis zum unglaublichen "Ortungssinn" der Zugvögel, wimmelt unsere Erde geradezu von unzähligen Millionen erstaunlicher Geschöpfe, jedes mit den ihm eigenen komplexen Verhaltensformen. Es ist in der Tat so, je mehr die wissenschaftliche Forschung aufdeckt, um so staunenswerter erscheint das Leben.

Die Zweckmäßigkeit der Natur ist so wunderbar, dass die augenfälligen Beweise für einen Meisterbildhauer und Schöpfer überwältigend sind. Was zeigt das uns? Es zeigt uns, dass Gott allgegenwärtig ist! Er ist tatsächlich überall präsent durch seinen Geist.

Er weiß alles über uns, wie Jesus es in bildlicher Sprache klarmachte: "Kauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge" (Matthäus 10,29-31). Es gibt Millionen Sperlinge auf unserer Erde, und Gott weiß Bescheid um einen jeden dieser kleinen Vögel. Ihm entgeht nicht einmal, wenn ein Sperling vom Dach fällt!

Deshalb sind Jesu Aussagen wie diese keine bloße Floskel: "In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden" (Johannes 16,33).

Paul Kieffer


Gedanken für den Tag – 22.06.2020

Unser geistlicher Zustand

Können Christen sich geistlich gesund wähnen, obwohl sie in Wirklichkeit krank sind? Ja, das kann auf jeden Fall vorkommen. Das war anscheinend die Situation einst in einer ganzen Gemeinde!

In dem letzten der sieben Sendschreiben an die Gemeinden in Kleinasien tadelte Jesus die Laodizäer, die meinten: "Ich bin reich und habe genug und brauche nichts!" (Offenbarung 3,17). Die Laodizäer hielten den Sabbat und die Feste Gottes und erweckten äußerlich den Eindruck, ihnen würde nichts fehlen.

Da sie aber Gott nicht wirklich nahe waren, konnten sie ihren wahren geistlichen Zustand nicht erkennen. Sie werden aber wohl gemeint haben, dass bei ihnen alles in Ordnung war.

Deshalb hielt Jesus ihnen vor: "Du ... weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß. Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest. Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!" (Offenbarung 3,17-19).

Jesus forderte die Laodizäer zur Reue auf. Seine Worte erinnern uns an das Gleichnis von den zehn Jungfrauen: "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron" (Offenbarung 3,17-21).

Die Ereignisse seit Januar zeigen uns, dass das Weltgeschehen voranschreitet. Die Frage, die sich die zehn Jungfrauen im Gleichnis von Jesus Christus (Matthäus 25) hätten stellen sollen, ist dieselbe, die wir uns stellen sollen: Wie hell leuchten unsere Lampen?

Paul Kieffer


Gedanken für den Tag – 21.06.2020

Veränderung

Der britische Wissenschaftler und Schriftsteller C. P. Snow, der 1980 starb, schrieb einst über den Wandel in der Gesellschaft: "Bis zu diesem [20.] Jahrhundert vollzogen sich soziale Veränderungen so langsam, dass sie in einem Lebensalter überhaupt nicht bemerkt wurden."

Sie sind sicherlich meiner Meinung, dass wir heute nicht mehr in der Zeit leben, die C. P. Snow beschrieb. Im Gegensatz zu seiner Beschreibung brechen Veränderungen über uns herein gleich einer Flutwelle und unsere Welt verändert sich ständig. Das trifft besonders auf das Jahr 2020 zu mit allem, was wir in diesen Monaten erlebt haben.

Veränderungen — besonders solche, mit denen man nicht gerechnet hat — bringen freilich auch Ungewissheit mit sich. Als ich am Freitagmorgen meine Nachbarin traf und wir uns über die momentane Situation mit der Corona-Pandemie kurz unterhielten, waren wir uns darin einig, dass wir wohl eine ganze Zeit lang "das neue Normal" erleben werden, wie man es schon nennt.

Unerwartete Veränderungen wie die Corona-Pandemie stören das bekannte Gleichgewicht im Leben, woran man sich gewöhnt hatte. Ein Störungsfaktor im gewohnten Lebensablauf verursacht leicht Orientierungslosigkeit, und das haben wir wohl alle seit Mitte März erlebt.

Aber denken wir daran, dass Veränderung für uns als Christen lebenswichtig ist. Dabei geht es nicht um unsere Einstellung zum "neuen Normal", sondern um unsere Beziehung zu Gott und unserem täglichen Werdegang als zukünftig ewig lebende Kinder Gottes im Reich Gottes.

Wie begann unser Weg mit Gott? Mit dem Entschluss, Gottes Weg zu gehen, sprich mit Reue! Reue ist Wandel. Ist uns bewusst, dass unser christliches Leben damit begann, was zweifellos die radikalste Veränderung im Leben überhaupt ist – Bekehrung? Das Wort Bekehrung bedeutet nichts anderes als Veränderung.

Wenn die Bekehrung begonnen hat, muss tagtäglich ein wenig mehr vom alten Wesen absterben, damit immer ein wenig mehr von Christus in uns eindringen kann – von Christi Geist und Wesensart (vgl. dazu Galater 2,20; Philipper 2,5; 2. Petrus 3,18). Das Leben in Christus ist ein andauernder Prozess der Veränderung. Es beginnt mit einer totalen Umkehr und setzt sich das ganze Leben hindurch fort.

Das wichtigste "neue Normal" für uns sollte nicht unser Verhalten hinsichtlich der Corona-Pandemie sein, sondern unser täglicher Wandel mit unserem Schöpfergott, der in unserem Leben die Veränderung erwartet, die uns zur Ziellinie und zum Eingang ins Reich Gottes führen wird.

Paul Kieffer


Gedanken für den Tag – 14.06.2020

Richtiges Entschuldigen

Es kann sein, dass man als Christ oft schnell "Es tut mir leid" sagt, aber ist uns dabei immer bewusst, dass wir diesem Satz auch Taten folgen lassen sollen? Kann es vorkommen, dass wir uns manchmal entschuldigen, um der Erwartung anderer gerecht zu werden? Denken wir aber daran, dass es einen großen Unterschied gibt zwischen dem Wissen um richtiges Verhalten und der Ausführung richtigen Verhaltens, das von Herzen kommt.

Um eine Beziehung aufzubauen, muss uns das Wohlergehen der anderen Person am Herzen liegen. Für die meisten Menschen ist das kein angeborenes Verhalten. Denken wir darüber nach – wie viel haben wir in eine Beziehung zu einem anderen Menschen investiert? Männer und Frauen können in der Ehe viel Leid erleben. Dennoch bleiben sie aus einem Grund zusammen – sie haben viel in die Beziehung investiert.

Gott denkt auch so über Beziehungen. Er liebte uns, als wir nicht liebenswert waren (Römer 5,10). Gott hat alles, was er hat, in eine Beziehung mit uns investiert (Johannes 3,16). Wir können in das Leben anderer Menschen investieren, indem wir uns die Zeit nehmen, um eine Beziehung zu ihnen aufzubauen – um uns um sie zu kümmern. Welche Beziehungen haben wir aufgebaut?

Die Pflege einer Beziehung kann die Bereitschaft bedeuten, "den Kürzeren zu ziehen", wie es sprichwörtlich heißt. Das bedeutet nicht, dass wir uns ständig übervorteilen lassen, sondern dass wir bereit sein müssen, kurzzeitig benachteiligt zu werden um der Beziehung willen. Ein Beispiel ist unsere Zeit. Zeit für die Pflege einer Beziehung zu opfern, wenn man selbst etwas anderes gern getan hätte, ist eine kurzzeitige Benachteiligung.

Oder auf etwas zu verzichten, um einem Bruder oder einer Schwester zu helfen. Das ganze achte Kapitel von 1. Korinther ist eine Abhandlung der persönlichen Benachteiligung mit der Absicht, unserem Bruder zu helfen, das Reich Gottes zu erlangen.

Beachten wir die Überzeugung von Paulus in dieser Angelegenheit: "Wenn jemand dich, der du die Erkenntnis hast, im Götzentempel zu Tisch sitzen sieht, wird dann nicht sein Gewissen, da er doch schwach ist, verleitet, das Götzenopfer zu essen? Und so wird durch deine Erkenntnis der Schwache zugrunde gehen, der Bruder, für den doch Christus gestorben ist. Wenn ihr aber so sündigt an den Brüdern und verletzt ihr schwaches Gewissen, so sündigt ihr an Christus. Darum, wenn Speise meinen Bruder zu Fall bringt, will ich nie mehr Fleisch essen, damit ich meinen Bruder nicht zu Fall bringe" (1. Korinther 8,10-13).

Zeit unseres Lebens werden wir durch andere Menschen viel weniger erlitten haben, als wir selbst Christus zugefügt haben. Doch er vergab uns und löschte unsere Sündenschuld völlig aus. Denken wir daran, wenn wir das nächste Mal bei der Pflege einer Beziehung "Es tut mir leid" sagen.

Paul Kieffer


Gedanken für den Tag – 11.06.2020

Zeit des Trostes (2)

In den letzten "Gedanken zum Tag" ging es u. a. um die Wortes des Trostes, die wir in Offenbarung 21, Vers 4 finden: "Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen."

Dieser Vers ist eigentlich eine Zusammenfassung dreier prophetischer Aussagen aus dem Buch Jesaja:

"Und der Herr Zebaoth wird auf diesem Berge allen Völkern ein fettes Mahl machen, ein Mahl von reinem Wein, von Fett, von Mark, von Wein, darin keine Hefe ist. Und er wird auf diesem Berge die Hülle wegnehmen, mit der alle Völker verhüllt sind, und die Decke, mit der alle Heiden zugedeckt sind. Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Und Gott der Herr wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volks in allen Landen; denn der Herr hat’s gesagt. Zu der Zeit wird man sagen: Siehe, das ist unser Gott, auf den wir hofften, dass er uns helfe. Das ist der Herr, auf den wir hofften; lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil" (Jesaja 25,6-9).

Diese Verse werden oft beim Laubhüttenfest gelesen bzw. in Predigten während des Festes zitiert. Das Laubhüttenfest selbst symbolisiert auch eine Zeit des Trostes und der Heiliung, wie sie in Offenbarung 21 beschrieben wird. Die beiden Abschnitte — Offenbarung 21 und Jesaja 25 — repräsentieren unterschiedliche Phasen in Gottes Heilsplan für die Menschen — einmal das Millennium, wie wir es nennen, und zum anderen die Zeit, wenn Gott, der Vater, selbst auf der Erde wohnen wird — haben sie eines gemeinsam: Gottes Herrschaft auf Erden.

Fazit: Wahrer Trost und wahre Heilung sind möglich, wenn Gott herrscht. Und das gilt auch für unser Leben. Wenn Gott in unserem Leben herrscht, sind wir auf dem Weg zur Heilung und wir haben Trost in den Verheißungen Gottes und in der Gewissheit, dass er uns beisteht und nie verlassen wird.

Nicht umsonst sagt uns Jesus: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen" (Matthäus 11,28-29).

Ob in diesem Leben, im Millennium oder in der Zeit danach — obwohl es dann kein "ob" mehr sein wird :-) —, der Spruch, den man manchmal in Bezug auf Sorgen und Vertrauen in Gott sieht, ist bzw. wird voll wirksam sein: "Lass los und lass Gott!"

Paul Kieffer


Gedanken für den Tag – 09.06.2020

Zeit des Trostes

Jesus sagte: "Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden"(Matthäus 5,4). Wie können wir unser Verständnis darüber erweitern, was Christus hiermit meinte? Denken Sie über die Worte Christi in Matthäus 5, Vers 4 nach. Stellen sie einfach nur ein Versprechen dar, dass diejenigen, die trauern, auch eine Zeit des Trostes erleben werden?

Die neutestamentliche Geschichte der Kirche Gottes ist ein Bericht über die Höhen und Tiefen, die die ersten Christen erlebt haben. Es gab Erfolge, aber auch Enttäuschungen. Paulus drückte es treffend aus: "Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen"(Apostelgeschichte 14,22).

Offenbarung 21, Vers 4 enthält Worte des Trostes für jene, die großen Schmerz erfahren haben: "Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen."Diese Botschaft ist eine Prophezeiung für die neue Welt und zeigt Gottes Vorhaben, eines Tages Schmerz und Leiden zu beseitigen. In der Kirche Gottes wissen wir, dass diese Verse die Welt von morgen beschreiben – das kommende Zeitalter, wenn Jesus als König der Könige auf Erden regieren wird. Diese kommende Zeit – eine Zeit des Trostes und der Heilung – wird durch das biblische Laubhüttenfest symbolisiert.

Doch ist diese Botschaft für andere so tröstend wie für uns? Nicht in der gleichen Weise, denn andere Menschen haben nicht die Vision einer Zukunft, in der Jesus Christus zur Erde zurückkehrt und eine neue Ordnung schafft. Heute gibt es aber immer noch die alte Ordnung, die oft Trauer, Betrübnis und manchmal Schmerz bedeutet. Das alles erleben auch wir von Zeit zu Zeit, damit wir wertvolle Lektionen lernen.

Der Kummer, Schmerz und die Tränen dieser gegenwärtigen Welt lassen den zukünftigen Trost wirklich tröstend sein. Wie schön wäre es, wenn alle Menschen dieselbe Hoffnung hätten, die Gott uns durch das Öffnen unseres Verstands möglich gemacht hat. Das soll uns anspornen, die frohe Botschaft vom kommenden Reich Gottes mit den anderen Menschen zu teilen, für die der Trost in Offenbarung 21, Vers 4 so fern und fremd zu sein scheint. Und das Wissen um diese wunderbare Zukunft hilft uns, die Worte des Apostels Petrus zu verstehen:

"Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen. Ihm sei die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen"(1. Petrus 5,10-11).

Ja, es kommt eine Zeit des Trostes für alle Menschen. Diese Zeit sehnen wir mit unserem Gebet herbei: "Dein Reich komme."

Paul Kieffer


Gedanken für den Tag – 07.06.2020

Erst das Gehirn einschalten

Haben Sie schon mal etwas gehört oder gesehen, das Sie derart aufregte, dass Sie gleich "Ihren Senf" dazu geben wollten? Wahrscheinlich haben wir alle das erlebt. Und in unserer Zeit der sozialen Medien hat man schnell die Möglichkeit dazu! Facebook und Twitter bieten sich geradezu als "schnelle Reaktion"-Medien an, und wer diese sozialen Medien nutzt, kann bestätigen, dass sehr oft schnell "geschossen" wird, besonders wenn es um entzündliche Themen oder Situationen geht.

Ich muss gestehen, dass ich seit Mitte März, als es die ersten Restriktionen als Reaktion auf die Corona-Pandemie gab, mehr als einmal versucht war, "meinen Senf" bei Twitter, wo ich als Nutzer gemeldet bin, zu publizieren. Umso mehr erlebte ich diese Versuchung ein paar Mal seit letzter Woche aufgrund diverser Vorfälle in den USA. Aber ich tat es nicht, auch mehrmals über einige Jahre hinweg in der Zeit vor der Corona-Pandemie.

Warum nicht? Zum einen, weil meine persönliche Meinung, die ich publik gemacht hätte, nicht nur mich, sondern auch meine Familie, mein Land, meine Gemeinde und meine Aufgabe in der Gemeinde tangiert hätte, auch wenn es nur meine Meinung war. Das allein ist schon ein wichtiger Grund, aber genauso wichtig — und sogar vielleicht noch wichtiger — ist die Wirkung, die solche Kommentare auf andere haben können.

Eine "Schnellschuss-Reaktion" auf Umstände oder eine Situation, die einen aufregt, ist fast immer ein Schuss daneben. Welche Wirkung hätten die Worte, die man in einer emotionalen Reaktion schreibt oder spricht, auf andere? Tragen sie zur Entschärfung der Situation, oder gießt man damit eher Öl aufs Feuer?

Worte haben Kraft. Unsere Worte wirken auf unsere Mitmenschen. Worte können inspirieren, beflügeln, motivieren, aber auch enttäuschen, entmutigen und demotivieren. Und in Situationen, die die Gesellschaft aufrütteln, können sie das Feuer anfachen oder aber löschen helfen. Ist uns immer bewusst, welche Wirkung unsere Worte haben können?

Wie unsere Worte auf andere Menschen wirken, ist wichtig. Noch wichtiger ist, dass sie bei Gottes Urteil über unsere Lebensführung herangezogen werden sollen. Jesus sagte: "Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tage des Gerichts von jedem nichtsnutzigen Wort, das sie geredet haben. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden" (Matthäus 12,36-37).

Nicht umsonst sagt uns die Bibel, dass Leben und Tod in der Gewalt der Zunge stehen (Sprüche 18,21). Und in der vernetzten Welt, in der wir heute leben, sollen wir die Vorgehensweise beachten: Bevor man die Zunge in Gang schaltet — oder die Tastatur am Handy oder am PC betätigt —, soll man das Gehirn in Gang schalten und sich Fragen stellen wie: Welche Frucht werden meine Worte hervorbringen? Baue ich damit auf oder reiße ich nieder? Entschärfe ich oder fache ich an?

Das Resultat der Fragestellung mag ein altbekanntes Sprichwort sein: Schweigen ist Gold.

Paul Kieffer


Gott baut ein Haus

Gott baut ein Haus, das lebt;
wir selber sind die Steine,
sind große und auch kleine,
du, ich und jeder Christ.

Gott baut ein Haus, das lebt
aus ganz, ganz vielen Leuten,
die in verschiednen Zeiten
hörten von Jesus Christ.

Gott baut ein Haus, das lebt;
er sucht in allen Ländern
die Menschen zu verändern,
wie’s dafür passend ist.

Gott baut ein Haus, das lebt.
Er selbst weist dir die Stelle
in Ecke, Mauer, Schwelle,
da, wo du nötig bist.

Gott baut ein Haus, das lebt;
er gibt dir auch das Können,
lässt dir den Auftrag nennen,
damit du nützlich bist.

Gott baut ein Haus, das lebt.
Wir kennen seinen Namen
und wissen auch zusammen,
dass es die Kirche ist.

Waltraut Osterlad

Online - Bibel
Internet: Vergleich von Bibel­übersetzungen

Wer verschiedene Bibelübersetzungen miteinander vergleichen will, muß nicht mehr vier dicke Bücher über den Schreibtisch verteilen. Lutherbibel, Elberfelder Bibel, Hoffnung für alle und Gute Nachricht sind im Internet jeweils in der neuesten Version auf einer Homepage zu finden: http://www.bibleserver.com.

Die Webseite ermöglicht den kostenlosen Zugriff auf alle 100.000 Bibelverse mit rund 3.000 Fußnoten. Projektleiter Jörg Dechert erläutert: "Die Online-Bibel ist sowohl für den Laien, der nur schnell einen Bibelvers nachschlagen will, als auch für den Pastor interessant, der bei der Predigtvorbereitung intensiv die Volltextsuche oder den Übersetzungsvergleich nutzt." Möglich ist auch die Verwaltung eigener Notizen sowie deren Austausch mit anderen Benutzern.

-- aus FAMILY (Das christliche Magazin für Partnerschaft und Familie)