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Das Wort zum Sabbat

Wie sollen wir das alles schaffen?

Wenn man alles bedenkt, was Jesus von uns erwartet, könnte man sich diese Frage stellen! Wir sollen der Welt ein Licht sein, ihr das Evangelium predigen und eine herzliche Gemeinschaft der Berufenen sein.

Wo sollen wir unsere geistliche Kraft herholen? Von dem Bildungswesen? Von unserer Arbeit? Von menschlicher "Wohl-fühl-Philosophie"? Die Apostelgeschichte zeigt uns, dass der heilige Geist uns Kraft verleiht!

Die Apostelgeschichte zeugt von der verwandelnden Kraft des heiligen Geistes. Jesus versprach seinen Jüngern Kraft, nachdem sie den heiligen Geist erhielten: "Da öffnete er ihnen das Verständnis, sodass sie die Schrift verstanden, und sprach zu ihnen: So steht's geschrieben, dass Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; und dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern. Fangt an in Jerusalem und seid dafür Zeugen. Und siehe, ich will auf euch herabsenden, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr ausgerüstet werdet mit Kraft aus der Höhe" (Lukas 24,45-49).

Es war der heilige Geist, der Jesu Jünger ermächtigte, Jesus als den verheißenen Messias zu verkünden. Wo sollen wir unsere geistliche Kraft herholen? Von dem Bildungswesen? Von unserer Arbeit? Von menschlicher "Wohl-fühl-Philosophie"? Die Apostelgeschichte zeigt uns, dass der heilige Geist uns Kraft verleiht!

Die Apostelgeschichte zeugt auch von der neuen Identität, die wahre Gläubige besitzen. Jesu Jünger erkannten allmählich, dass sie nicht länger "nur" Juden waren (besonders hinsichtlich der Art der Anbetung, sprich levitische Rituale). Langsam verstanden sie, dass sie eine neue Gemeinschaft waren, die vom heiligen Geist geführt wurde – eine Gemeinschaft, die in ihren hebräischen Schriften vorhergesagt wurde. Außerdem erkannten sie langsam die Notwendigkeit, das Evangelium allen Menschen zu predigen – Juden und Nichtjuden – und Gemeinschaft mit den von Gott Berufenen zu halten, ganz gleich welcher nationaler Herkunft sie waren.

Die Taufe auf Jesus Christus und die Teilnahme an der gemeinschaftlichen Anbetung am Sabbat und an den jährlichen Festtagen wurden zu äußeren Zeichen der durch Jesus erhaltenen inwendigen Gnade. Die Apostelgeschichte betont die Wichtigkeit von Beziehungen unter den Gläubigen.

Wenn wir die Apostelgeschichte lesen, sollen wir erkennen, dass es die Geschichte unserer Kirche ist – eine Geschichte, die sich auch heute wiederholen kann, wenn der Geist Gottes in uns wirksam ist.

In diesem Sinn wünsche ich allen einen gesegneten Sabbat.

In christlicher Verbundenheit

Paul Kieffer

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