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Das Wort zum Sabbat

Auf wen setzen wir unser Geld?

Am vergangenen Donnerstag, dem 11. Juni, hat die Fußball-WM 2026 begonnen, die weltweit von Millionen von Menschen verfolgt werden wird. Die Tickets sind teurer denn je und die WM 2026 steht kurz davor, das größte Glücksspielereignis der Geschichte zu werden. Finanzprognosen deuten darauf hin, dass das weltweite Wettvolumen mehr als 50 Milliarden Dollar (43 Milliarden Euro) betragen könnte.

Was wir sehen, ist, dass vor und während Fußballübertragungen aggressiv für Sportwetten und Online-Glücksspiele geworben wird. Die Wirkung all dieser Werbung ist, dass Glücksspiel normalisiert wird: Es ist eine „ganz normale“ Freizeitbeschäftigung, vergleichbar mit dem Kauf einer Mahlzeit oder eines Waschmittels.

Glücksspiel schürt die Gier nach Geld und Gewinn. Obwohl die Bibel nicht viel über Glücksspiel sagt, können wir aus biblischen Prinzipien ableiten, dass Gott Glücksspiel als Sünde betrachtet:

„Die aber reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstrick und in viele unvernünftige und schädliche Begierden, welche die Menschen in Verderben und Untergang versenken. Denn eine Wurzel alles Bösen ist die Geldliebe, nach der einige getrachtet haben und von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben“ (1. Timotheus 6,9-10; ELB).

Ein Fallstrick dient dazu, ein Opfer zu fangen. Unzählige Menschen, die fest entschlossen waren, nur einen kleinen Betrag zu setzen oder nur ein paar Mal ihr Glück zu versuchen, sind in eine Spielsucht geraten. Dadurch wurde Angehörigen viel Leid zugefügt, Karrieren ruiniert und Familien zerstört.

Ein erschütterndes Beispiel für die fast universelle Akzeptanz der Gier ist die wachsende Beliebtheit staatlich organisierter Lotterien. Millionen von Menschen geben jede Woche einen Teil ihres Lohns aus, in der Hoffnung, ein Fantasieleben voller Bequemlichkeit und Luxus zu gewinnen. Ebenso sind die Glücksspiel-Mekkas dieser Welt äußerst beliebte Urlaubsziele, spezialisiert auf Unterhaltung, die unsere niederen Instinkte anspricht.

Die Förderung von Gier ist ein riesiges Geschäft. Werbeagenturen und Marktforschungsinstitute haben es zu einer Wissenschaft gemacht, die egoistischen Gelüste der Verbraucher zu manipulieren. Das nimmt immer schlimmere Ausmaße an, und auch wir müssen standhaft bleiben, um dem nicht nachzugeben.

Machen wir uns klar, dass Glücksspiel eigentlich eine Form von Götzendienst ist, bei der man auf das blinde „Glück“ vertraut, um Gewinn zu erzielen. Es läuft darauf hinaus, auf eine imaginäre Kraft zu vertrauen statt auf den wahren Gott. So werden für Lose oft Glückszahlen gewählt und Würfel nicht geworfen, ohne vorher kurz darauf zu pusten.

In Gottes Augen ist der Glaube an das Glück eine Form des Götzendienstes und nicht mit wahrer Anbetung vereinbar. Wahre Anbeter Gottes setzen ihre Hoffnung nicht auf eine Illusion und suchen nicht nach einfachen und schnellen Wegen, an Geld zu kommen, sondern vertrauen darauf, dass Gott sie glücklich machen und segnen wird.

In Sprüche 13,11 heißt es: „Erschwindelter Reichtum schwindet schnell wieder“ (HFA).

Der Charakterzug produktiver Anstrengung ist nur eines der Prinzipien, die durch die Spielsucht unterdrückt werden. Die Bibel fördert hingegen ehrliche Arbeit als Quelle des Wohlstands. Jesus lehrte anhand des Gleichnisses von den Pfunden (Lukas 19,12-27) und dem von den Talenten (Matthäus 25,14-30), welchen Weg Gott geht, um das, was uns anvertraut wurde, zu entwickeln und zu vermehren. In Lukas 19 zum Beispiel wird geistliches Wachstum mit dem richtigen Umgang mit Geld verglichen, das durch „das, was jeder nach seiner Kraft und Fähigkeit erreicht hatte“ (Vers 15) erworben wurde. Diejenigen, die klug gehandelt und ihr Geld vermehrt hatten, wurden belohnt. Ob es nun um materiellen Gewinn oder geistliches Wachstum geht – die unbestreitbare Lektion ist, dass dafür persönliche Anstrengung erforderlich ist.

Jeder sensationellen Geschichte über den neuesten „Instant-Millionär“ der Welt stehen Millionen unbekannter Verlierer gegenüber, die ihre verlorenen Einsätze niemals in ihrem Leben zurückbekommen werden. Noch schlimmer ist, dass die selbstsüchtige Motivation des Nehmens, die Haltung, auf Kosten eines anderen zu gewinnen, das Charakterwachstum blockiert, das notwendig ist, um in das Reich Gottes zu gelangen.

Das Schöne für uns ist, dass wir als Nachfolger Christi überhaupt nicht auf Glück angewiesen sind, um zu gewinnen. Wir wissen bereits mit Sicherheit, wer der Sieger ist – und durch ihn können auch wir den Hauptpreis erhalten. Wenn wir unser Vertrauen auf ihn setzen, werden wir das Hundertfache erhalten und als Krönung des Ganzen das ewige Leben. „… wer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker um meines Namens willen verlässt, der wird es hundertfach empfangen und das ewige Leben ererben“ (Matthäus 19,29).

In diesem Sinne wünsche ich allen einen gesegneten Sabbat.

Wim Dekker

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