Das Wort zum Sabbat
Berge erklimmen
Die Schweizer Berge zu erklimmen ist nicht einfach. Wer schon einmal einen steilen Aufstieg gemacht hat, weiß: Der Weg ist schmal, die Luft wird dünner, die Beine werden müde. Manchmal sieht man den Gipfel nicht, nur den nächsten Schritt. Es braucht Ausdauer, Vertrauen und oft auch Hilfe von anderen. Doch je höher man kommt, desto weiter wird der Blick, desto stärker fühlt man sich – nicht aus eigener Kraft allein, sondern weil man durchgehalten hat.
So wie es im natürlichen Leben ist, so ist es auch im geistlichen Leben mit Gott.
Berge mit Gott erklimmen
Mose stieg auf den Berg, um Gott zu begegnen (2. Mose 19). Der Aufstieg war kein Spaziergang. Doch oben empfing Mose Gottes Wort, Kraft und Auftrag. Erkenntnis: Wer mit Gott „auf den Berg“ geht, wird verändert und kommt mit Segen für andere zurück.
Elia erlebte Sieg auf dem Berg Karmel, aber auch Erschöpfung und Angst. Am Horeb begegnete ihm Gott nicht im Sturm oder Feuer, sondern im stillen, sanften Sausen (1. Könige 19). Lehre: Auch wenn wir müde sind, stärkt Gott uns neu – Schritt für Schritt.
Jesus zog sich oft auf Berge zurück, um zu beten (z. B. Matthäus 14,23). Auf dem Berg der Verklärung wurde seine göttliche Herrlichkeit sichtbar (Matthäus 17). Lehre: Gemeinschaft mit dem Vater gibt Kraft, Klarheit und Liebe für den Dienst an den Menschen.
Unsere Berge heute
Auch wir haben Berge: Prüfungen; - Krankheiten; - Glaubenskämpfe; - Verantwortung in der Gemeinde; - Herausforderungen im täglichen Leben. Mit Gott dürfen wir diese Berge nicht nur überwinden, sondern an ihnen wachsen. Je öfter wir im Vertrauen gehen, desto stärker wird unser Glaube.
Auftrag an uns als Geschwister
Gott stärkt uns nicht nur für uns selbst. So wie ein erfahrener Bergsteiger anderen hilft, den Weg zu finden, so sind wir berufen: Geschwistern in der Kirche Gottes zu helfen; - zu ermutigen, wenn jemand müde geworden ist; zu stärken, wenn jemand strauchelt; - ein lebendiges Beispiel zu sein in Liebe, Geduld und Nächstenliebe. „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (Galater 6,2)
Nicht jeder Gipfel wird leicht sein. Aber mit Gott wird jeder Schritt sinnvoll. Und am Ende dürfen wir sagen: Der Weg hat uns nicht gebrochen – er hat uns geformt.
Lasst uns mit Gott die Berge erklimmen und in seinem Sabbat Ruhe finden.
Kurt Buehler