VKG_logo

Das Wort zum Sabbat



"Sorgt euch um nichts"

Für diejenigen, die an das "Wohlstandsevangelium" glauben, dürften manche Aussagen der Heiligen Schrift ein Paradox sein, denn Prüfungen sind Teil unseres Lebens als Christen. Dazu schrieb der Apostel Petrus: "Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus" (1. Petrus 1,6-7).

Da wir als Berufene vor den Herausforderungen des Lebens nicht bewahrt bleiben werden, was sollen wir tun, wenn wir Probleme haben?

Wir können über Gottes große Macht nachdenken. Rufen wir uns dann ins Gedächtnis, was Gott in der Vergangenheit schon alles getan hat und was er jetzt tut, um seinen großen Heilsplan zu verwirklichen. Wenn wir unsere Probleme vor dem Hintergrund von Gottes Plan sehen, werden die Sorgen und Nöte dieses Lebens viel kleiner.

Als Volk Gottes können wir uns auf diese unerhörte Zusage stützen: "Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind" (Römer 8,28).

Damit wird nicht gesagt, es sei schon alles zum Besten bestellt. Der Vers besagt nicht, es sei gut, dass Sie Ihren Partner oder Ihren Arbeitsplatz verloren haben oder dass Ihre Kinder rebellieren. Gemeint ist vielmehr, dass jede Situation sich zu unserem Besten auswirken kann, wenn wir der Herausforderung richtig begegnen und uns von Gott leiten und führen lassen.

Wie sieht es bei uns aus, wenn wir Probleme haben? Geben wir Gott wirklich den Vorrang in unseren Problemen und Prüfungen? Wir können einen schnellen Selbsttest durchführen, indem wir uns fragen, ob wir ihm in solchen Situation unsere Sorgen vortragen: "Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen laßt eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus" (Philipper 4,6-7).

Wenn wir auf Gottes Hilfe und Führung vertrauen, werden wir das Ziel erreichen, denn er beruft uns zum Erfolg und prüft uns nie über unser Vermögen.

In diesem Sinn wünsche ich allen einen gesegneten Sabbat.

In christlicher Verbundenheit

Paul Kieffer

Sonnenuntergang Zur Archiv-Übersicht >>