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Studien

Gedanken für den Tag – 22.01.2019

Ob die nachfolgende Geschichte eine Lektion für uns beinhaltet?

Es war einmal eine gefährliche Meeresküste, die für Schiffswracks bekannt war. Eine kleine Gruppe besorgter Bürger fand sich zusammen, um den Menschen, die dort in Seenot gerieten, zu helfen. Die kleine Gruppe gründete eine rohe einfache Rettungsstation. Eigentlich war es nur eine Hütte mit nur einem Boot, aber die wenigen Mitglieder hielten ständig Wache über das turbulente Meer. Mit großem Einsatz gingen sie Tag und Nacht unermüdlich auf die Suche nach den Gefährdeten und Verlorenen. Vielen Menschen wurde das Leben durch diese tapfere Bande gerettet, die treu als Team von ihrer primitiven Rettungsstation aus arbeitete.

Einige der Geretteten, aber auch andere an dem gefährlichen Küstenabschnitt, wollten Teil der Mannschaft der kleinen Rettungsstation werden. Sie waren bereit, ihre Zeit, Energie und ihr Geld zur Unterstützung der Rettungsaktion einzusetzen. Neue Boote wurden gekauft. Neue Besatzungen wurden geschult. Die einst obskure und grobe und fast unbedeutende Rettungsstation begann zu wachsen. Doch einige Mitglieder wurden mit der Zeit unzufrieden, denn die Hütte, die als Rettungsstation diente, war so unattraktiv und schlecht ausgestattet.

Diese Mitglieder meinten, dass ein bequemerer Platz zur Verfügung gestellt werden sollte. Notfallbetten wurden durch schöne Möbel ersetzt. Grobe, handgefertigte Geräte wurden entsorgt und ausgeklügelte, stilvolle Systeme installiert. Natürlich musste die Hütte abgerissen werden, um Platz für alle zusätzlichen Geräte, Möbel und Systeme zu schaffen. Bis zu ihrer Fertigstellung war die Rettungsstation zu einem beliebten Treffpunkt geworden, und ihre Ziele hatten sich zu verschieben begonnen. Es wurde mehr und mehr als eine Art Clubhaus genutzt, ein attraktives Gebäude für öffentliche Veranstaltungen. Leben zu retten, die Hungrigen zu ernähren, die Ängstlichen zu stärken und die Gestörten zu beruhigen, geschah noch, aber das alles geriet mehr und mehr ins Hintertreffen.

Doch immer weniger Mitglieder waren daran interessiert, dem Meer auf lebensrettenden Missionen zu trotzen, also stellten sie professionelle Rettungsbootbesatzungen ein, um diese Arbeit zu erledigen. Das ursprüngliche Ziel der Station wurde jedoch nicht ganz vergessen. Noch immer dominierten lebensrettende Motive der Wände der nunmehr schmucken Rettungsstation. Dann wurde vor der Küste ein großes Schiff zerstört und die Bootsbesatzungen brachten eine Menge kalter, nasser und halb ertrunkener Menschen mit. Sie waren schmutzig, einige schrecklich krank und einsam. Die gerade Geretteten waren "anders" als die Mehrheit der Clubmitglieder. Durch diese große Rettungsaktion wurde der schöne neue Club plötzlich unordentlich und unübersichtlich.

Ein Sonderausschuss sorgte dafür, dass sofort ein Duschhaus außerhalb des Clubs gebaut wurde, damit in Zukunft die Opfer eines Schiffbruchs sich waschen konnten, bevor sie das Clubhaus betraten. Beim nächsten Treffen gab es aber eine erhitzte Diskussion über die zukünftige Ausrichtung der Rettungsstation, was zu einer Spaltung unter den Mitgliedern führte.

Die meisten Mitglieder wollten die Rettung Schiffbrüchiger und deren anschließende Betreuung beenden. Wie zu erwarten war, bestanden einige Mitglieder immer noch darauf, Leben zu retten, da dies ursprünglich ihr Hauptziel war. Sie meinten, dass der einzige Existenzgrund des Vereins darin bestand, jedem zu dienen, der Hilfe braucht, unabhängig von der Schönheit oder Größe oder Dekoration ihrer Rettungsstation. Doch die Mehrheit lehnte ihre Vorstellungen ab und sagten, sie könnten eine eigene neue Rettungsstation an der Küste gründen, wenn sie wollten. Das taten sie dann auch.

Die Jahre vergingen, und die neue Rettungsstation erlebte die gleiche Entwicklung und die gleichen Veränderungen wie zuvor. Es entwickelte sich zu einem weiteren Club - und eine weitere Lebensrettungsstation wurde gegründet. Die Geschichte wiederholte sich. Und wer heute diese Küste besucht, wird eine große Anzahl exklusiver, beeindruckender Clubs entlang der Küste finden, die alle ihre Beteiligung an der Rettung von Menschenleben eingestellt haben.

Schiffswracks ereignen sich immer noch in diesen Gewässern, aber jetzt werden die meisten Opfer nicht gerettet. Niemand scheint daran interessiert zu sein, ihnen zu helfen.

(adoptiert von Charles Swindoll)

In christlicher Verbundenheit

Paul Kieffer


Gott baut ein Haus

Gott baut ein Haus, das lebt;
wir selber sind die Steine,
sind große und auch kleine,
du, ich und jeder Christ.

Gott baut ein Haus, das lebt
aus ganz, ganz vielen Leuten,
die in verschiednen Zeiten
hörten von Jesus Christ.

Gott baut ein Haus, das lebt;
er sucht in allen Ländern
die Menschen zu verändern,
wie’s dafür passend ist.

Gott baut ein Haus, das lebt.
Er selbst weist dir die Stelle
in Ecke, Mauer, Schwelle,
da, wo du nötig bist.

Gott baut ein Haus, das lebt;
er gibt dir auch das Können,
lässt dir den Auftrag nennen,
damit du nützlich bist.

Gott baut ein Haus, das lebt.
Wir kennen seinen Namen
und wissen auch zusammen,
dass es die Kirche ist.

Waltraut Osterlad

Online - Bibel
Internet: Vergleich von Bibel­übersetzungen

Wer verschiedene Bibelübersetzungen miteinander vergleichen will, muß nicht mehr vier dicke Bücher über den Schreibtisch verteilen. Lutherbibel, Elberfelder Bibel, Hoffnung für alle und Gute Nachricht sind im Internet jeweils in der neuesten Version auf einer Homepage zu finden: http://www.bibleserver.com.

Die Webseite ermöglicht den kostenlosen Zugriff auf alle 100.000 Bibelverse mit rund 3.000 Fußnoten. Projektleiter Jörg Dechert erläutert: "Die Online-Bibel ist sowohl für den Laien, der nur schnell einen Bibelvers nachschlagen will, als auch für den Pastor interessant, der bei der Predigtvorbereitung intensiv die Volltextsuche oder den Übersetzungsvergleich nutzt." Möglich ist auch die Verwaltung eigener Notizen sowie deren Austausch mit anderen Benutzern.

-- aus FAMILY (Das christliche Magazin für Partnerschaft und Familie)