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Studien

Die Nacht des Wachens

Die Bezeichnung "Die Nacht des Wachens" ist für jemanden, der nicht zur Kirche Gottes gehört, wahrscheinlich schwer einzuordnen. Die "Nacht des Wachens" ist jedes Jahr der Auftakt zum Fest der Ungesäuerten Brote. In diesem Jahr begehen wir sie am 10. April (Montag) nach Sonnenuntergang.

Das zweite Buch Mose, Kapitel 12, Vers 42 berichtet: "Eine Nacht des Wachens war dies für den HERRN, damit er sie aus dem Land Ägypten herausführen konnte; das ist diese dem HERRN geweihte Nacht, ein Wachen für alle Söhne Israel in all ihren Generationen" (Elberfelder Bibel).

Dies muss eine Zeit gewesen sein, wo jeder jede Nuance der dramatischen Einzelheiten, die sich um sie herum entwickelten, mitverfolgte.

Traditionellerweise versammeln wir uns bei jemandem zu Hause oder als Gruppe in einem Restaurant, um eine schöne Mahlzeit und unsere christliche Gemeinschaft zu genießen, mit Blick auf die Symbolik dieses Abends.

Die feierliche Wache, an die dieser Abend erinnert, fand zu Beginn des Auszugs aus Ägypten statt. Es muss eine Nacht großer Sorgen und Unruhe gewesen sein. Nachdem sie über Generationen hinweg in dem fruchtbaren Nildelta gelebt hatten, waren die Israeliten bereit, ihr Leben fortzusetzen und zum versprochenen Land ihrer Väter zu ziehen.

Aufmerksam und wachsam zu sein sind sicherlich wichtige Eigenschaften, die Christen haben sollten, wenn sie in einem fremden Land wohnen oder in einem Zeitalter, das Paulus diese "gegenwärtige, böse Welt" nannte (Galater 1,4). Das Konzept der Wache wird auch in 2. Mose 12, Verse 37-42 erwähnt:

"Also zogen die Israeliten aus von Ramses nach Sukkot, sechshunderttausend Mann zu Fuß ohne die Frauen und Kinder. Und es zog auch mit ihnen viel fremdes Volk, dazu Schafe und Rinder, sehr viel Vieh. Und sie backten aus dem rohen Teig, den sie aus Ägypten mitbrachten, ungesäuerte Brote; denn er war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten weggetrieben wurden und sich nicht länger aufhalten konnten und keine Wegzehrung zubereitet hatten. Die Zeit aber, die die Israeliten in Ägypten gewohnt haben, ist vierhundertunddreißig Jahre. Als diese um waren, an eben diesem Tage zog das ganze Heer des HERRN aus Ägyptenland. Eine Nacht des Wachens war dies für den HERRN, um sie aus Ägyptenland zu führen; darum sollen die Israeliten diese Nacht dem HERRN zu Ehren wachen, sie und ihre Nachkommen."

Wenn wir uns mit unseren Freunden zu Beginn dieses Festtags versammeln, auf welche Lektionen konzentrieren wir uns dann? Wir leben in einer Welt, die voller Übel ist, und der Weg der Wahrheit und Gerechtigkeit ist vom Sinn der meisten sehr weit entfernt. Wollte Christus, dass die ängstlichen Israeliten auf Gott zur Errettung schauten und dass sie auch lernten, wachsam in dieser feindlichen Umgebung zu sein? Petrus erwähnte in 1. Petrus 5, Vers 8: "Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge."

Vor seiner Gefangennahme und Verurteilung, die zu seiner Kreuzigung führten, begab sich Christus an einen abgeschiedenen Ort, um zu beten.

Matthäus 26, Verse 36-46 berichtet davon. Dreimal bat er Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus: "Wacht mit mir!" Jedes Mal, wenn er wieder nach ihnen schaute, waren sie wieder eingeschlafen. In Vers 41 ermahnte Christus sie: "Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach." Als die Stunde des Verrats kam, schliefen die Jünger immer noch. Während dieser schlimmsten Zeit konnten sie wenig Beistand bieten.

Was bedeutet das Wort wachet, das Jesus in seiner Aufforderung an seine Apostel benutzte? "Vine's Expository Dictionary of New Testament Words" sagt, dass es vom griechischen Wort "gregoreo" stammt und im Sinne des Wachbleibens und der geistlichen Wachsamkeit gebraucht wird. Einige gute Referenzen stehen in Apostelgeschichte 20, Vers 31; 1. Korinther 16, Vers 13; Kolosser 4, Vers 2 und 1. Thessalonicher 5, Vers 6.

Der Zusammenhang des Wortes wachen bezieht sich auf den geistlichen Zustand der Wachsamkeit. Christi Anweisung soll uns davor schützen, nichtsahnende Werkzeuge Satans zu werden und in Versuchung zu fallen oder in Ablenkungen verstrickt zu werden. Wir sollen geistlich wachsam sein. Dies erfordert, dass wir unsere Prioritäten über Ablenkungen und Verlockungen stellen.

In Markus 14, Vers 37 sagt Christus zu Petrus: "Simon, schläfst du? Vermochtest du nicht, eine Stunde zu wachen?" Es ist schwierig, sich auf unsere Berufung zu konzentrieren und gegenüber den Versuchungen und der fleischlichen Natur wachsam zu bleiben. Wenn jemand meint, die christliche Berufung sei leicht, dann begreift er die Herausforderung nicht. Es wurde einmal gesagt, dass das Christentum nicht schwierig zu finden sei, allerdings wurde es für schwierig befunden und deshalb gar nicht erst versucht.

Paulus erinnert uns alle daran, dass wir fortfahren müssen, ernsthaft zu beten und mit Dankbarkeit wachsam zu bleiben (Kolosser 4,2). Wir leben in einer faszinierenden und beängstigenden Welt, in der es leicht ist, abgelenkt zu sein und geistlich einzuschlafen. Vielleicht hat Gott es in seiner Weisheit deshalb so bestimmt, dass der Zyklus der Festtage mit der Gemeinschaft unter Gläubigen anfängt, die die Wichtigkeit erkennen, wachsam gegenüber einem mächtigen gefallenen Erzengel zu bleiben, der uns daran hindern will, ein Teil der Gottfamilie zu werden.

Lassen Sie uns in diesem Jahr zur Nacht des Wachens die Lektion des Wachens lernen. Es ist immer inspirierend, sich den vollen Mond anzuschauen und sich daran zu erinnern, dass Gottes Weg eine Leuchte unter unseren Füßen sein wird und uns den Weg weisen wird, zu dem er uns berufen hat! Genießen Sie es! Seien Sie aber auf der Hut, denn die Zeit, in der wir leben, ist böse und unsere Errettung in eine neue Welt hängt von unserer Nachfolge Gottes des Vaters und Jesus Christi, unseres Erlösers, ab.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein freudiges und gesegnetes Fest der Ungesäuerten Brote.

Paul Kieffer

Gott baut ein Haus

Gott baut ein Haus, das lebt;
wir selber sind die Steine,
sind große und auch kleine,
du, ich und jeder Christ.

Gott baut ein Haus, das lebt
aus ganz, ganz vielen Leuten,
die in verschiednen Zeiten
hörten von Jesus Christ.

Gott baut ein Haus, das lebt;
er sucht in allen Ländern
die Menschen zu verändern,
wie’s dafür passend ist.

Gott baut ein Haus, das lebt.
Er selbst weist dir die Stelle
in Ecke, Mauer, Schwelle,
da, wo du nötig bist.

Gott baut ein Haus, das lebt;
er gibt dir auch das Können,
lässt dir den Auftrag nennen,
damit du nützlich bist.

Gott baut ein Haus, das lebt.
Wir kennen seinen Namen
und wissen auch zusammen,
dass es die Kirche ist.

Waltraut Osterlad

Online - Bibel
Internet: Vergleich von Bibel­übersetzungen

Wer verschiedene Bibelübersetzungen miteinander vergleichen will, muß nicht mehr vier dicke Bücher über den Schreibtisch verteilen. Lutherbibel, Elberfelder Bibel, Hoffnung für alle und Gute Nachricht sind im Internet jeweils in der neuesten Version auf einer Homepage zu finden: http://www.bibleserver.com.

Die Webseite ermöglicht den kostenlosen Zugriff auf alle 100.000 Bibelverse mit rund 3.000 Fußnoten. Projektleiter Jörg Dechert erläutert: "Die Online-Bibel ist sowohl für den Laien, der nur schnell einen Bibelvers nachschlagen will, als auch für den Pastor interessant, der bei der Predigtvorbereitung intensiv die Volltextsuche oder den Übersetzungsvergleich nutzt." Möglich ist auch die Verwaltung eigener Notizen sowie deren Austausch mit anderen Benutzern.

-- aus FAMILY (Das christliche Magazin für Partnerschaft und Familie)