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Das Wort zum Sabbat

Lieben wir Jesus?

Woran erkennen wir, dass wir unseren Herrn und Meister Jesus Christus lieben?

Der sentimentale Baptist meint dazu vielleicht: "Ich habe Jesus in meinem Herzen." Das können alle Christen behaupten, denn der Vater und Jesus kommen zu uns und "nehmen Wohnung" bei uns (Johannes 14,23).

Jesu Antwort auf die Frage war ganz einfach: "Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten . . . Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist's, der mich liebt." (Johannes 14,15. 21).

Jesus Christus hat sich seit 2000 Jahren nicht verändert, er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit (Hebräer 13,8). Wer heute zu Jesus käme und ihn fragte, was notwendig sei, um das ewige Leben zu erhalten, würde dieselbe Antwort hören, die Jesus dem reichen Jüngling gab: "Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote" (Matthäus 19,17). Und wir wissen, welche Gebote Jesus gegenüber dem jungen Mann erwähnte. Er zitierte aus den Zehn Geboten. Wer das ewige Leben haben will, wird Jesu Gebote halten.

Jesus nannte ein anderes Merkmal der Liebe zu ihm: "Wer mich liebt, der wird mein Wort halten" (Johannes 14,23). Wer Jesus liebt, wird seine Worte nicht verdrehen oder verneinen. Der Apostel Paulus liebte Jesus. Er hielt Jesu Wort und lehrte, dass diejenigen, die Gottes Gebote nicht halten, nicht in das Reich Gottes bzw. in das ewige Leben eingehen werden: "Wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben" (1. Korinther 6,9-10).

Paulus verstand die Größe der Gnade Gottes, denn durch sie "gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind" (Römer 8,1). Paulus wusste von der Gefahr, diese Gnade dahin gehend zu missbrauchen, dass man die Gebote, die Jesus gegenüber dem reichen jungen Mann als Voraussetzung für das ewige Leben nannte, nicht zu halten braucht: "Was sollen wir nun sagen? Sollen wir denn in der Sünde [d. h. in der Übertretung des Gesetzes, vgl. 1. Johannes 3,4] beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? Das sei ferne! Wie sollten wir in der Sünde leben wollen, der wir doch gestorben sind?" (Römer 6,1-2).

Der Apostel Johannes liebte Jesus. Er hielt sein Wort: "Daran merken wir, dass wir ihn [Jesus] kennen, wenn wir seine Gebote halten" (1. Johannes 2,3).

Johannes brachte es auf den Punkt: Lippenbekenntnisse reichen nicht aus, um ein Jünger Jesu zu sein: "Wer sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist die Wahrheit nicht" (Vers 4).

Derjenige, der behauptet, Jesus zu kennen, und hält seine Gebote nicht, ist nicht nur ein Lügner: Er liebt Jesus nicht.

In diesem Sinn wünsche ich allen einen gesegneten Sabbat.

In christlicher Verbundenheit

Paul Kieffer

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